Caro North – Cerro Torre

Der Cerro Torre ist weltweit einer der Berge, um den sich die meisten Geschichten und Vermutungen ragen. Was sehr viel mit der umstrittenen Erstbegehung Cesare Maestris zusammenhängt. Noch heute wird darüber diskutiert, vermutet, spekuliert und der Berg ist doch immer wieder in den Medien präsent. Dies rührt sicherlich auch daher, dass es solch ein beeindruckender Gipfel ist, der steil aus dem Inlandeis Patagoniens aufragt. Es gibt keine einzige leichte Route hinauf, auf allen Seiten fallen seine Wände so steil hinab, dass man klettern muss um ihn zu erklimmen. Zudem wird eine Besteigung erschwert durch das kapriziöse Wetter Patagoniens, ganz selten ist das Wetter hier schön und der Wind lässt eine Erklimmen zu. Oft muss lange in El Chaltén, dem Ausgangsort im Süden Argentiniens gewartet werden bis man überhaupt die Chance bekommt den Zustieg machen zu können. Und selbst dann, der Zustieg bis auf die Westseite ist lang: 3 Tage muss man laufen und mit schwerem Gepäck das Inlandeis queren.

Für Caro war es schon das dritte Jahr in Patagonien und der zweite Versuch am Cerro Torre. Beim ersten Mal musste sie gemeinsam mit Laure Batoz 100m unterhalb des Gipfels umdrehen und im Jahr drauf ließ das Wetter keine Besteigung zu.

Mit Christina konnte sie sich dann einen grossen Traum erfüllen, in dem beide als 2. Frauenseilschaft überhaupt und als erste freikletternde Frauenseilschaft auf dem Gipfel standen.

Sie wird erzählen, wie es ihr dabei erging, denn auch diesmal war nicht alles einfach und einige Herausforderungen waren zu bewältigen.

Die glückliche Caro North (D) auf dem Cerro Torre
Foto: Christina Huber